Die besten Gay-Dating Apps im Vergleich 2017

In der Schwulen-Szene ist das Online-Dating schon recht lange verbreitet. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass Grindr die erste Flirt-App war, die zur Umkreissuche den GPS-Chip des Smartphones benutzte. So wie es einige Jahre später die Hetero-Plattform Tinder ebenso gemacht hat. Wir haben in unserem Vergleich verschiedene Dating-Portale für Schwule ausprobiert. Dabei haben wir uns natürlich auf Casual-, Single- und Partnervermittlungs-Apps gestürzt und folgende Auswahl getroffen:

In den einzelnen Testberichten gehen wir näher auf die Erfolgschancen, Kosten, Kommunikationsmöglichkeiten und Bedienbarkeit ein. In diesem Vergleich möchten wir nur die wichtigsten Ergebnisse und Lehren aus unseren Erfahrungen zusammenfassen. So können Sie wertvolle Zeit bei der Auswahl der besten Schwulen-App sparen, da unsere Vergleiche Ihnen schnell und übersichtlich zeigen, welche Anwendung für Sie geeignet ist. Dabei waren alle Anbieter für das Dating gleichermaßen geeignet. Animateure und Fakes haben wir nicht gefunden. Allerdings sind die Absichten der User manchmal doch recht unterschiedlich.

Die Möglichkeiten beim mobilen Flirten via Gay-Apps

Die Funktionen der Software fürs Smartphone vereinfachen das Kennenlernen und Zusammenkommen ungemein. So kann man über das Handy mit den Menschen aus der Umgebung schnell Termine und Treffen vereinbaren, wenn für die Umkreissuche der genaue Standort verwendet wird. Einige Gay-Portale bieten für die mobile Verwendungen PUSH-Nachrichten an. Auch wenn die App nicht geöffnet ist, verpasst man so keine Aktivität auf dem Profil und kann jederzeit auf wichtige Mitteilungen reagieren. Daneben stehen beispielsweise bei der Partnervermittlung gayPARSHIP folgende Punkte zur Auswahl:

  • Bilderfreigaben
  • Lächeln vergeben
  • Texte und Fotos von anderen Usern liken
  • Flirtfragen senden
  • Nachrichten schreiben
  • Partnervorschläge ansehen
  • Profil bearbeiten
  • Bilder direkt vom Handy hochladen

Die Funktionen fallen aber nicht bei jeder Gay-Dating App so umfangreich aus. Grindr beispielsweise wartet mit vielen Extras wie Tribes zur besseren Suche und Kategorisierung auf, hat aber trotzdem nur ein Chat-Nachrichtensystem zur Kommunikation. Anstupsoptionen sind hier nicht vorhanden. Manchmal werden zudem nicht alle Funktionen der Desktop-Version auf der mobilen App abgebildet. Als Beispiel sei nur Gay.de erwähnt. Chat, Nachrichten, Suche und Profile sind für den Gebrauch mit dem Smartphone im responsive Design optimiert. Sobald man jedoch auf die Foren oder das Magazin zugreifen möchte, erscheint die normale Webseite und man muss ziemlich viel scrollen, um zu den Buttons und Eingabefeldern zu gelangen.

In der Regel werden demzufolge nicht alle Funktionen bei den Anwendungen übernommen. Daneben können aber einige zusätzliche Features zur Verfügung stehen. Insgesamt zielen die Möglichkeiten stark auf ein reales Treffen ab. Man soll sich vor allem von unterwegs aus verabreden können und schnell bei einem Date entscheiden, ob die Chemie auch wirklich stimmt. So kann man sich unkompliziert suchen und finden ohne langwierige und zeitaufwendige Einleitung. Den meisten Gays, die wir getroffen haben, gefällt diese lockere Atmosphäre ohne große Verpflichtungen. Natürlich muss man auch hier nach den Anbietern unterscheiden. Bei gayPARSHIP braucht es mehr Worte und Mails als bei Grindr oder Gay.de.

Die Kosten der Schwulen-App

Sicherlich werben alle Plattformen für die gleichgeschlechtliche Liebe mit einer kostenlosen Anmeldung und dem gratis Herunterladen der Single-App. Für die Nutzung fallen aber in den meisten Fällen Kosten an. Dennoch können Sie zunächst alle Funktionen ausprobieren und prüfen, ob überhaupt Mitglieder dabei sind, die Sie ansprechen würden.

Die Kosten der einzelnen Portale unterscheiden sich je nach Umfang der Funktionen und Sicherheitsmaßnahmen. Wenn ein Unternehmen ein umfangreiches Matching-Verfahren bereitstellt, welches Ihnen die Suche nach dem passenden Partner durch abgestimmte Flirtvorschläge abnimmt, ist es nicht verwunderlich, dass die Preise auch 2- oder 3-mal so teuer sind. Bei einer Partnervermittlung wie gayPARSHIP sind demnach 20 Euro pro Monat durchaus üblich.

Für eine einfache Casual-App wie Grindr müssen Sie mit Kosten um die 10 Euro pro Monat rechnen. Bei Gay.de, einer Singlebörse für Schwule, Lesben, Bisexuelle und Transgender, sind die Preise recht ähnlich. Allerdings gibt es für Sonderfunktionen und den XXX-Bereich hier noch Coins-Pakete, die für zusätzliche Annehmlichkeiten bei der Suche nach netten Kontakten sorgen können. Positiv überrascht waren unsere Tester, weil für einfache Nachrichten und die Grundfunktionen der Kommunikation hier keine Kosten anfielen. Wenn man jedoch die Listen für Favoriten und Besucher sehen wollte, oder mehr User darauf speichern möchte, kommen nur Premium-Mitgliedschaften infrage.

Die Kosten unterscheiden sich vor allem nach der Laufzeit. Je länger ein Abonnement ist, desto günstiger wird der Monatspreis. Aber Vorsicht: Meist muss der Betrag auf einen Schlag beglichen werden. Vor dem Abschluss sollten Sie sich daher die Bedingungen genau ansehen und auch mit den Kündigungsmodalitäten vertraut machen. Es handelt sich in der Regel um Abos mit einer automatischen Verlängerung, die schriftlich beendet werden müssen. Manchmal ist es auch möglich, die Premiums über den Apple oder Google Play Store abzuschließen.

Bei der Auswertung unserer Erfahrungsberichte ist übrigens aufgefallen, dass die Preise für Hetero-Dating Portale mindestens doppelt so hoch sind. Daher sind die Gay-Plattformen im Vergleich sehr günstig.

Die Mitglieder der Software fürs Smartphone

Während der Tests fiel relativ schnell auf, dass vor allem die User von 18 bis 34 Jahren auf den verschiedenen Kennenlern-Apps besonders vertreten waren. Besonders ältere Nutzer der Generation 50plus sind eher selten vertreten. Viel wichtiger aber als die Altersgruppen sind die Absichten der Nutzer im Gay-Dating Bereich. So findet man schnell Männer, die einfach nur ihre bisexuelle Seite ausleben wollen, aber eigentlich verheiratet sind. Daneben finden sich auch Schwule, die Ausschau nach der großen Liebe halten und wieder andere, die einfach nur eine Beziehung ohne jegliche Verpflichtungen suchen. Daher kann man relativ einfach die Einteilung in Single-, Partnervermittlungs- und Casual-Apps vornehmen. Diese verschiedenen Arten von Anwendungen möchten wir kurz vorstellen, damit Sie wirklich wissen, worauf Sie sich bei der Nutzung einstellen müssen.

Casual-Apps sollen dabei helfen Partner für völlig unverbindlichen Gelegenheitssex zu finden. Die meisten User sind hier nur auf eine schnelle Nummer oder unkomplizierte Schäferstündchen aus. Die große Liebe suchen hier nur wenige. Wenn Sie auf die Pirsch nach heißen Männern für Sextreffen gehen wollen, empfehlen wir Grindr. Während unseres Tests ist jedoch aufgefallen, dass dieses Portal nichts für bisexuelle Nutzer ist. Jemand, der nur einmal neue Spielarten ausprobieren will, kann von der direkten Art abgeschreckt werden.

Single-Apps stehen für eine eigenständige Suche der Nutzer unter allen Mitgliedern. Dabei können die Absichten recht verschieden sein. Neben einfachen Flirts möchten manche User Sextreffen oder auch die wahre Liebe über solche Plattformen finden. Gay.de ist ein solcher Anbieter. Wenn man noch nicht genau weiß, was man eigentlich sucht, ist man hier sehr gut aufgehoben. Auch wenn man die homosexuelle Seite erst langsam erkunden möchte, wird man hier User finden, die dafür Verständnis haben.

Partnervermittlungs-Apps stellen dabei die feste Partnerschaft in den Vordergrund. Durch den Persönlichkeitstest und das anschließende Matching erhält man abgestimmte Partnervorschläge und spart sich eine eigenständige Suche. Außerdem werden meist alle Profile von Hand geprüft, sodass es Betrüger oder „Schummler“ schwer haben, auf diesen Portalen unterwegs zu sein. Wenn Sie also auf der Suche nach Ihrem Seelenverwandten und der großen Liebe sind, sollten Sie Webseiten wir gayPARSHIP verwenden.

Native- vs. Web-App

Bei den Anwendungen für das Smartphone sind der Download und die Kompatibilität zu den verschiedenen Betriebssystemen immer von besonderer Bedeutung. Dabei gibt es zwei verschiedene Arten, um den Wunsch des mobilen Datings zu erfüllen.

Am bekanntesten sind sicherlich die nativen Apps, die es von vielen Anbietern für Android- und iOS-Geräte gibt. Bei den Gay-Apps werden Blackberrys oder Windows Phones nur sehr selten bedacht. Der Vorteil dieser eigenständigen Software liegt darin, dass zusätzliche Funktionen vorhanden sein können und vor allem, dass das Internetvolumen geschont wird, da Standard-Informationen zum Design schon auf dem Handy gespeichert sind.

Daneben gibt es noch die sogenannten Web-Apps, welche über den Browser geöffnet werden können. Falls es sich um Seiten im responsive Design handelt, passen sich diese automatisch der Displaygröße des jeweiligen Smartphones an. Der Vorteil ist hier, dass man sich kaum Gedanken um die Kompatibilität machen muss. Man lädt die Homepage einfach über den jeweiligen Browser und kann sofort flirten. Großer Nachteil ist natürlich, dass die Ladezeiten länger sind und auch mehr Daten über die Internetleitung verschickt werden müssen.

Wir empfehlen für Android- und iOS-Smartphones immer die Nutzung der nativen Apps da sie zuverlässiger und auch einfacher in der Handhabung sind. Nutzer von Windows Phones oder Blackberrys müssen dagegen auf die Web-App umsteigen.

Sicherheitsmaßnahmen & Schutz vor Fakes

Die Privatsphäre und Sicherheitsmechanismen sollten ebenfalls beim Online-Dating nicht zu kurz kommen. Während des Tests ist uns aufgefallen, dass die Gay-Portale weitaus mehr Zeit mit der Prüfung von Bildern und Texten verbringen, als so manche Hetero-Singlebörsen. Das Ergebnis ist recht eindeutig: Es gibt nur sehr wenige Fakes und „Schummler“.

Besonders ist uns in diesem Bereich Grindr aufgefallen. Hier gibt es auch keinerlei Untersuchen der Fotos. Hier kann man manchmal User mit nicht sehr ernsten Absichten finden. Eventuell vergeudet man dadurch ein wenig Zeit, aber richtige Betrüger, die Geld erpressen wollen, haben wir nicht gefunden. Dagegen gibt es aber auch genügend Sicherheitsmaßnahmen.

Zum einen kann man nämlich andere Nutzer melden oder blockieren, falls auffällt, dass die Absichten nicht ganz aufrichtig sind. Dann haben Mitarbeiter auch die Möglichkeit einen ID-Check oder eine Authentifizierung via Webcam von dem jeweiligen Mitglied zu verlangen.

Was den Datenschutz angeht, verhalten sich die Gay-Dating Apps vorbildlich. Persönliche Informationen werden nicht an Dritte weitergeben. So gibt es auch keine unangebrachten Werbemails. Bei der Nutzung der App springen jedoch manchmal Banner auf, welche man am besten sofort schließen sollte. Allerdings ist dies bisher nur bei Grindr der Fall.

Tipps und Trick zur Auswahl und Nutzung der Gay-Dating Apps

Bevor Sie sich für ein Portal entscheiden, sollten Sie sich noch einmal Ihre Absichten vergegenwärtigen. Wollen Sie folglich:

  • unverbindliche Sextreffen,
  • einen netten Flirt,
  • neue gleichgesinnte Freunde oder
  • die wahre Liebe finden?

Je nachdem für was Sie sich entscheiden, sollten Sie auch die Wahl für die passende Schwulen-App treffen. Damit man beim Flirten auf den Seiten auch wirklich erfolgreich ist, sollte sich bei der Profilerstellung viel Zeit gelassen werden.

Wählen Sie also ein ansprechendes Profilfoto, was auch ihr Gesicht zeigt. Bilder vom Oberkörper sind zwar auch nett, aber eigentlich eher unpassend für den Online-Dating Bereich. Wer will schon all seine Reize sofort zeigen?

Als Letztes sind noch kreative Texte sowohl beim eigenen Steckbrief als auch bei den Nachrichten empfehlenswert. Wenn Sie etwas über sich preisgeben und auf den anderen eingehen, sollte es keine Probleme beim Finden neuer Flirtpartner geben. Probieren Sie es einfach einmal aus, manchmal findet man die Liebe wirklich in 11 Minuten!

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